Wir glauben an die Selbstverantwortung jedes Einzelnen – jeder Mensch sollte die Freiheit und Verantwortung haben, sein eigenes Leben zu gestalten. Selbstbestimmung und Eigeninitiative sind für uns zentrale Prinzipien, die wir fördern und schützen wollen.
Unsere liberale Politik verbindet Freiheit mit sozialer Verantwortung. Wir setzen uns dafür ein, dass Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft fest verankert sind. Jede und jeder soll die Freiheit haben, das individuell passende Lebensprofil zu wählen, sei es in Bildung, Karriere, Familie oder Lebensstil.
Lohngleichheit ist ein weiterer Pfeiler unserer Werte. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist für uns selbstverständlich, unabhängig vom Geschlecht. Darüber hinaus engagieren wir uns für mehr liberale Lösungen, die Innovationen fördern und unnötige bürokratische Hürden abbauen.
Unser Ziel ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem unternehmerisches Denken und Handeln gedeihen können. Wir setzen uns dafür ein, eine zukunftsorientierte und progressive Politik zu gestalten, die den Menschen die Freiheit und die Möglichkeiten bietet, ihr volles Potenzial zu entfalten.
Eine liberale Familienpolitik schafft Bedingungen, damit Familien ihr Leben möglichst frei und selbstbestimmt gestalten können. Die FDP.Die Liberalen Kanton Aargau würdigt das grosse Engagement aller Erziehenden für ihre Kinder, unabhängig der gewählten Familienform. Es muss gleichwertige Möglichkeiten für Frau und Mann geben, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Dies ist wichtig für die Wirtschaft und Voraussetzung für die Chancengleichheit der Geschlechter. Die Wirtschaft ist auf immer besser ausgebildete Frauen und deren Potenzial angewiesen.
Die FDP Frauen Kanton Aargau sieht in folgenden vier Bereichen Handlungsbedarf:
1. Kindertagesstätten (Kitas)
Im Kanton Aargau fehlen Kinderbetreuungsplätze. In vielen Gemeinden werden private Krippen nicht gleich unterstützt wie öffentliche. Gemeinden sind aufgefordert, öffentliche und private Kitas gleichzubehandeln. Subjektfinanzierung via Betreuungsgutscheine nach Einkommen der Eltern ist kompetitiver und gerechter als Objektfinanzierung. Ziel: Im Kanton Bern stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung.
Forderungen:
- Förderung von Unternehmertum und privater Initiative beim Aufbau von Kitas
- Finanzierungsmodelle wie Betreuungsgutscheine
- Abbau Krippenbürokratie
2. Tagesschulen und Ferienbetreuung
Stundenpläne sind unregelmässig. Die Organisation der schulfreien Zeit ist kompliziert und aufwändig. Es besteht eine Lücke in der Kinderbetreuung während den Schulferien. Das Modell einer schulischen Tagesstruktur ist für viele erwerbstätige Eltern eine Notwendigkeit. Eine freiwillige Nutzung des Tagesschulangebots ausserhalb der Unterrichtsstunden sollte angestrebt werden.
Ziel: Tagesschulen werden zur Ermöglichung echter Wahlfreiheit die Norm.
Forderungen:
- Schaffung von ergänzenden rechtlichen Grundlagen für Tagesschulstrukturen und Ferienbetreuung durch den Kanton. Jede Gemeinde muss Angebote schaffen und fördern
- Schulen neu denken
- Schutz privater Lösungen und Kampf gegen ausufernde Bürokratie
3. Flexible Arbeitsmodelle
In jeder Lebensphase braucht es Flexibilität, um auf die Entwicklung der Kinder oder auf die Pflege von Angehörigen reagieren zu können. Neue Kommunikationsmittel erlauben in immer mehr Berufen, das Arbeiten von zuhause, Tele-Arbeit oder erleichtern Teilzeitarbeit. Neue flexible Arbeitsformen und Arbeitszeitmodelle fördern Innovation und Loyalität der Arbeitgeber zu ihrem Unternehmen.
Ziel: Teilzeitstellen bis ins hohe Kader für Frauen und Männer
Forderungen:
- Förderung von Teilzeitstellen und Telearbeit
- Gemischte Teams bis ins oberste Kader
4. Steuerentlastungen
Die gemeinsame Veranlagung wirkt sich als Hemmschuh für eine höhere Beschäftigung mehrheitlich der Frauen aus. Die Entscheidung, zu arbeiten oder nicht, ist bei Zweitverdienern (in 90 Prozent der Fälle ist dies die Ehefrau) stärker abhängig von finanziellen Anreizen als bei Erstverdienenden. Eine gemeinsame Veranlagung führt folglich zu unausgeschöpftem Arbeitskräftepotenzial. Ein Übergang zur Individualbesteuerung wäre folglich der konsequente Weg, um die Zweitverdiener den Erstverdienern gleichzustellen; dies in Koordination mit einer Bundessteuerlösung. Die Fremdbetreuungskosten sollen vollumfänglich von den Steuern in Abzug gebracht werden können und nicht nur ein Pauschalbetrag. Die Fremdbetreuung schafft schliesslich Arbeitsplätze, die Steuereinnahmen zur Folge haben.
Ziel: Die Steuergesetzgebung soll unabhängig der Lebensform gelten und Erwerbsarbeit fördern statt steuerlich bestrafen.
Forderungen:
- Voller Steuerabzug der Fremdbetreuungskosten
- Einführung der Individualbesteuerung in Koordination mit Bundesrecht
Der Wiedereinstieg in die Berufswelt nach der Mutterschaft ist für viele Frauen eine grosse Herausforderung. Wir setzen uns dafür ein, dass Frauen nach der Geburt eines Kindes nicht den Anschluss im Berufsleben verlieren und weiterhin finanziell unabhängig bleiben. Es braucht flexible Arbeitsmodelle und eine bessere Unterstützung durch Arbeitgeber, um Frauen den Wiedereinstieg zu erleichtern.
Finanzielle Unabhängigkeit ist ein zentrales Anliegen, auch im Alter. Viele Frauen sind in der Rente schlechter gestellt als Männer, was unter anderem auf den Koordinationsabzug zurückzuführen ist. Wir setzen uns für eine Reform der Altersvorsorge ein, die Frauen eine eigenständige und sichere Rente ermöglicht. Dazu gehört auch die Reduzierung oder Abschaffung des Koordinationsabzugs, um eine gerechtere Verteilung der Rentenansprüche zu erreichen.
Medizinische Forschung und Versorgung müssen geschlechtergerecht sein. Zu lange wurde in der Medizin vorwiegend an männlichen Probanden geforscht, wodurch Frauen oft unzureichend behandelt wurden. Wir setzen uns dafür ein, dass Forschung und Versorgung sowohl die Bedürfnisse von Männern als auch von Frauen gleichberechtigt berücksichtigen.
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